Erfolgreiche Rezertifizierung Golf&Natur

Im Frühjahr 2017 wurde der GC Abenberg im Rahmen des „Golf und Natur“ Programms des Deutschen Golfverband (DGV) erstmals mit der höchsten Auszeichnung – dem Gold-Zertifikat – prämiert. Dieses Zertifikat, bei dem das Qualitäts- und Umweltmanagement der Golfanlage beurteilt wird, wird vom DGV in Zusammenarbeit mit der DQS GmbH (Deutsche Gesellschaft zur Zertifizierung von Managementsystemen) nach umfangreichen Prüfungen vergeben. Das Zertifikat hat jeweils eine Gültigkeit von zwei Jahren, vergleichbar mit dem TÜV. Am 2. und 3. Juli 2019 fanden im Golfclub Abenberg 2 Arbeitstage des GolfNatur-Projektteams mit Hartmut Schneider statt, der den GC Abenberg als Rasenspezialist berät und als Umweltbeauftragter vom DGV betreut.

Der 1. Arbeitstag war ein Beratungstag für das Greenkeeping mit dem Schwerpunktthema über „Geeignete Grassorten und Grasarten“ für die zunehmenden Trocken- und Hitzeperioden des erlebten und weiter erwarteten Klimawandels. Hieraus ergaben sich erfolgversprechende Ansätze für die Weiterentwicklung der verschiedenen Grasflächen auf der Golfanlage.

Am 2. Arbeitstag fand das erste Re-Audit für das Goldzertifikat des DGV im GC Abenberg statt. In einer ganztätigen Sitzung überzeugte sich der DGV-Umweltexperte über die im GC Abenberg in den vergangenen zwei Jahren geleistete Arbeit. Im Rahmen der Platzbegehung wurden u.a. die in den vergangenen Jahren geschaffenen vielfältigen Lebensräume und Nahrungsquellen zur Förderung der Artenvielfalt von Pflanzen und Tieren inspiziert.

Auf der Golfanlage wurden im Rahmen der Golf & Natur Projektarbeit für die Anreicherung der Artenvielfalt beispielsweise Folgendes geschaffen:

  • Ca. 8.000 m ² Blühflächen in 10 Teilbereichen mit mehrjährigen Saaten von Wildblumen und –kräutern,
  • über 100 Nistkästen in 20 unterschiedlichen Arten für die verschiedenen Vogelarten,
  • 2 Insektenhäuser mit einer Umgebung von speziellen Nahrungsangeboten für die nützlichen Insekten,
  • einer Bienenecke mit 8 Bienenstöcken und einer Schauwabe.

Durch gezielte Informationen auf der Golfanlage und auf der Homepage des Clubs werden diese Elemente den Mitgliedern und Interessenten über die Landschaft und Natur der Golfanlage vermittelt. Finanziell wurden bisher nahezu alle Maßnahmen des Golf & Natur Projekts durch einen 2015 gegründeten gemeinnützigen Förderverein ermöglicht. Das Golf & Natur Projektteam arbeitet eng mit dem Landesbund für Vogelschutz(LBV) und der „Umweltschule Abenberg zusammen. Seit Anfang 2019 bearbeiten wir ein Projekt zur gezielten Vorbereitung auf die erwarteten Folgen des Klimawandels mit den Schwerpunktaspekten:

  • Weiterentwicklung des Wassermanagements,
  • Anpassung der Gräser hin zu hitze– und trockenresistenteren Mischungen,
  • Vermittlung der notwendigen Veränderungen mit einer gezielten Öffentlichkeitsarbeit.

Bei diesen Themen arbeiten wir intensiv mit Marc Biber aus dem Bereich „Umwelt und Platzpflege“ im DGV zusammen, von dem wir wertvolle Hinweise für unsere Arbeit erhalten. Im Gegenzug vermitteln wir den DGV Experten unsere Erfahrungenmit den ergriffenen Maßnahmen.

Für die nächste Zertifizierungsperiode bis Mitte 2021 ist eine Übertragung der bisherigen Aktivitäten und Erfahrungen auf weitere Bereiche der Golfanlage geplant, um die Artenvielfalt der Pflanzen- und Tierwelt weiter zu entwickeln.

Im aktuellen Projektteam werden folgende Golf & Natur Teilbereiche bearbeitet von:

  • Axel Markus          Projektleiter G&N sowie Natur & Landschaft
  • Gerd Krämmer      Platzwart; Platzpflege & Spielbetrieb
  • Armin Weickhart   Arbeitssicherheit & Umweltmanagement
  • Werner Nißlein     Headgreenkeeper; in allen Bereichen maßgeblich beteiligt. Er setzt mit seinem Team die Maßnahmen erfolgreich um.
  • Michael Schalt        Clubmanager; Öffentlichkeitsarbeit und generelle Organisation
  • Rolf Walther            Projektleiter „Klima“, Hauptverantwortlicher Rezertifizierung

Alle zusammen haben mit ihrer Arbeit zum Erfolg und der Erlangung des erneuten Gold-Zertifikats vom DGV für den Golfclub und die Golfanlage beigetragen.

Bei der Abschlussbesprechung sprach Präsident Gerd Kehrbach allen Beteiligten sein Lob und seinen Dank aus.